Über Gran Canaria
Einige Gründe wieso ich Gran Canaria dem Festland vorgezogen habe, können Sie in „Über mich“ lesen. Hier aber weitere Informationen, die diese Insel für mich so einzigartig machen.
Das Wetter
Hat man auf dem Festland und Mallorca durchaus kalte Winter, kann man in Gran Canaria den ewigen Frühling genießen. Die nähe zum Äquator und der Passat machen dies möglich. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 22°C, in Deutschland kommt man im Schnitt meist nicht über 8° heraus. Auch die Regentage sind rar. Selbst in den Wintermonaten (November bis Januar) hat man im Schnitt monatlich nur 6-8 Regentage, danach fällt dies rapide ab, bis man sich von Mai bis September schon über 1 Regentag freuen würde.
Wunderschöne Landschaft & Natur
Von Gran Canaria sagt man, es sei ein kleiner Kontinent: Unterschiedlichste Landschaftsformen und Mikroklimate kennzeichnen die Vulkaninsel. Grandiose Dünenlandschaften, bizarre Gebirgsregionen, fruchtbare Täler und subtropische Wälder wechseln einander auf engstem Raum ab. Alexander von Humboldt schwärmte einst: „Die Landschaften der Kanaren seien so vielfältig wie die eines ganzen Erdteils. Nur die Jahreszeit wechselt kaum, es ist entweder Frühling oder Sommer!“ Fast wöchentlich entdeckt man neue Pflanzenarten.
Einzigartige Bergpanoramen bieten sich Wanderern oder Autofahrern, die Serpentinenstraßen in den Hafenort Puerto de las Nieves folgen oder hinauf nach Artenara, zum Krater Caldera de Bandama oder zum Roque Nublo auf über 1800 m.
Die Canarios
Für mich einer der Hauptgründe sind die Einwohner Gran Canarias. Ich habe selten ein so freundliches Volk erlebt. Meiner Ansicht nach sind die meisten Canarios offen und warmherzig. Ich gehe gerne in Tapabars und unterhalte mich dort mit den Leuten. Man kann fast sagen, je einfacher und schlichter eine Bar wirkt, desto freundlicher die Menschen. Ich werde schon alleine wegen meines „ausländischen“ Aussehens (blonde Haare, helle Augen) angesprochen, woher ich komme. Meist ist man dann verblüfft, wenn ich in akzentfreiem Spanisch antworte :-)
Ausgeprägte Esskultur
In Deutschland ist „Essen gehen“ meist schon zum Luxus geworden. Hier auf Gran Canaria gehört dies einfach zum Leben dazu. Eine kleine Tapa kostet 3-4 EUR. Die Variation an Tapas ist enorm. Manche Restaurants oder Bars haben viel Fisch, andere sind auf Fleisch spezialisiert. Das Essen ist meist sehr würzig und schmeckt nach mehr! Hier wird der einfache, gegrillte Fisch schon zum Hochgenuss.
Technik
Ein KO Kriterium wäre für mich theoretisch die technische
Infrastruktur gewesen. Ohne DSL Anschluss könnte ich geschäftlich
nicht überleben. Aber hier kann ich Entwarnung geben. Man muss
eigentlich auf nichts verzichten. Man bekommt hier genauso schnelle
Internetzugänge wie in Deutschland. Wer also seinen Job über
das Internet abwickeln kann, dem stehen hier alle Wege offen.
Job und Arbeit
Ich persönlich habe mich nie um einen Job bemühen müssen, da ich selbständig bin. Ich sehe jedoch, dass es hier an guten Handwerken jeglicher Richtung fehlt. Ob Maler, Elektriker, Telekommunikation, Friseur etc. Jeden Handwerker, den ich kennengelernt habe und der hier halbwegs vernünftig seine Arbeit verrichtet, hat volle Auftragsbücher. Auch bin ich, als etwas eitlerer Mann, immer noch auf der Suche nach einem vernünftigen Friseur und keinem Barbier! Geld mit dem Tourismus verdienen ist ein hartes und umkämpftes Brot. Hier würde ich nicht nach der Zukunft suchen. Spanisch lernen ist Pflicht, wenn man weiter kommen will.
Würde ich in Deutschland von der Eröffnung eines Ladengeschäftes abraten, da sich der Versandhandel durch das Internet (eBay &Co.) immer mehr durchsetzt, sehe ich hier auf Gran Canaria noch echte Chancen. Die Canarios bestellen nichts im Versandhandel oder gar über das Internet. eBay Spanien hingt Deutschland um Jahre hinterher. Wenn man eine gute Idee für ein Geschäft hat, sollte man es wagen.
Das Internet nutzen! Es gibt viele Berufe, die man heutzutage auf selbständiger Basis komplett über das Internet erledigen kann. Hier kann man sich in Deutschland schon einen Kundenstamm aufbauen. Gerade im Dienstleistungsbereich ist hier einiges möglich.
Mein ganz persönliches Fazit
Ich habe meinen Schritt nicht eine Sekunde bereut. Ich liebe das Leben hier, es ist einfach und unkompliziert, wenn man einmal den Anlauf geschafft hat. Damit dieser klappt, dafür bin ich ja da :-) Ich persönlich würde immer den Norden dem touristischen Süden vorziehen. Wenn es im Norden tatsächlich über einen längeren Zeitraum im Winter schlechtes Wetter gibt, fährt man einfach in den Süden an den Strand und genießt die Sonne. Die Fahrtzeit beträgt 35-40 Minuten. Für mich gibt es hier bis auf ein paar wenige Dinge keine Nachteile gegenüber Deutschland, sondern nur Vorteile.





